Mythos Hormon Testosteron

Dass von Männern oft behauptet wird, dass biologische Determinierung von Feministinnen abgestritten wird, ist einerseits ein Versuch uns Frauen auf unseren Uterus zu reduzieren. Andererseits uns Frauen wieder Männern zum Ficken exklusiv verfügbar zu machen. Dazu wird dann von ihnen noch das Argument des Hormons Testosteron hinzugefügt,
das sie angeblich evolutionsmäßig bedingt, dazu zwingt, ihre Gene so weit wie möglich
zu verbreiten.

Das ist wohl das dämlichste Argument ever.
Das alleine schon durch die Tatsache ad absurdum geführt wird, dass wir Frauen nur an wenigen Tagen befruchtet werden können. Mal abgesehen davon würde dadurch das Szenario entstehen, dass an diesen Tagen Männer Schlange stehen müssten, um ihre Gene verbreiten zu können. Selbst wenn es dazu kommen würde, wüsste keiner von ihnen, ob er die Frau befruchtet hat.

Solcher Schwachsinn kann wirklich nur in Gehirnen von Männern entstehen,
zumal sich keine Frau von jedem vögeln lässt, es sei denn, sie wird dazu gezwungen.

Und genau das werden Frauen, seit dem ihnen das Selbstbestimmungsrecht über ihren Uterus entzogen wurde. Die Art und Weise ist zwar nicht mehr die wie noch vor ca. 60 Jahren, aber den § 218 gibt es immer noch und der wurde erst letztes Jahr noch mal vom Europäischen Gerichtshof bestätigt, der allerdings nichts weiter als ein Machtinstrument männlicher Hegemonie ist.

Demzufolge bestimmen nicht nur nach wie vor Männer über unseren Uterus, sondern wollen auch in die Zeiten zurück, in denen sie Frauen ficken konnten, wann immer sie wollten. Allen voran die reaktionären faschistischen Männerbewegungen à la Maskulisten.

Das Hormon Testosteron ist sowieso ihr liebstes Kind, mit dem sie alles begründen.
Unter anderem auch die Entstehung der Geschlechter. Die nicht mal neue Erkenntnis
der Forschung, dass jeder Fötus zuerst weiblich ist, und erst durch eine Hormondusche männlich werden kann, ist offensichtlich bei ihnen noch immer nicht angekommen.
Bzw. müssen sie es verhindern, denn ansonsten würden sie ja selbst ihre Argumente
ad absurdum führen. Dazu passt dann auch ihr Tunnelblick, der die weiteren Einflüsse des Testosterons auf ihren Körper ausblendet, wie die Faust aufs Auge. Auch wenn der größte Teil des Hormons in ihren Eiern produziert wird, heißt das nicht, dass es nur für Sex gebraucht wird. Es ist nämlich für Muskeln, die Knorpel- und Knochenneubildung, Körperbehaarung (außer dem Kopfhaar), Barthaare, ihre tiefere Stimme genauso unabdingbar. Folglich muss die produzierte Menge für alles aufgeteilt werden.
Aber was Sackgenossen nicht wahrhaben wollen, ist halt nicht existent. *muharhar*

Fazit: Solche Vollpfosten, die schon tausend Mal gegen denselben Pfosten gerannt sind,
ohne zu merken, dass es derselbe ist, sterben viel zu langsam aus.

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2 Gedanken zu „Mythos Hormon Testosteron

  1. Wär schön, wenn du wenigstens ein einziges Argument gegen die (experimentell gut abgesicherte) Wirksamkeit von Testosteron im menschlichen Körper beibringen könntest. Ansonsten wird hier nur über unterstellte Motive geredet, für deren wirkliches Vorhandensein Belege fehlen.

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