Woher kommen wir?

Um mir selbst keine Steilvorlage für einen aufgeblähten Artikel zu geben, sage ich im ersten Teil einfach nur, aus dem Bauch einer Frau. Zumal allein diese Tatsache konnotiert, dass die Frau ob der neunmonatigen Schwangerschaft den größten Teil der Reproduktion leistet. Dagegen ist der Anteil des Mannes im Vergleich mit seinem durchschnittlichen dreiminütigen Befruchtungsfick nicht mal wirklich erwähnenswert.

Aufgrund der doch erheblichen Unterschiede bei der Reproduktion müsste die Frau eigentlich eine dementsprechende Stellung in der Gesellschaft haben. Aber genau das Gegenteil ist in allen männlich dominierten Gesellschaften der Fall. Der Mann herrscht und verwaltet alles im Sinne seiner Interessen und die Frau ist nach wie vor nur das notwendige Übel für die Erhaltung seines Kack-Scheiß Gesellschaftskonstrukts.

Demzufolge ist die Vaterrolle als unverzichtbare Instanz für das Wohlergehen des Kindes unabdingbar, obwohl der Vater nicht mal weiß, ob er auch tatsächlich der Erzeuger ist.
Aber solche „Kleinigkeiten“ spielen weder für Staat noch Kirche eine Rolle. Zumal deren einziges Anliegen die Erhaltung männlicher Dominanz ist, und nicht etwa das Wohlergehen des Kindes, das, ob der Rechtlosigkeit von Kindern, der Willkür von Eltern, Staat und Kirche hilflos ausgeliefert ist.
Dass Väter verzichtbar sind, belegen andere Kulturen, die nicht mal den Begriff Vater kennen, dagegen kennen sie den „sozialen Vater“, der der Bruder der Mutter oder auch ein anderes männliches Mitglied der Familie sein kann.

Genauso hilflos ausgeliefert ist ein Neugeborenes dem westlichen Kulturmüll, den die Eltern im Glauben ihrem Kind was Gutes zu tun, über dasselbige schütten, bzw. es damit geistig, psychisch sowie physisch vergewaltigen. Folglich haben die meisten Kinder gar keine Chance, einzigartige Individuen zu werden, stattdessen werden sie nur Replikationen kulturellen Mülls. Der beinhaltet natürlich auch die Wertungen von Geschlechterdefinitionen.

Gene und Hormone werden dabei gerne als bestimmende unveränderbare evolutionsbedingte Biologismen proklamiert, natürlich wird dabei generös übersehen,
dass weder Gene noch Hormone einen fertigen Menschen enthalten, der nur noch wachsen muss.
Dass ist nichts weiter als steinzeitmäßige Präformationstheorie aus dem 17. Jahrhundert.

Die Entwicklung zum Baby ist wesentlich komplizierter. Und dazu gehören u.a. auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Bestandteilen von Zellen, die Kommunikation zwischen verschiedenen Zellen, deren Einbindung in den Organismus, die Einflussfaktoren aus der Umgebung sowie nicht zuletzt auch die emotionale Kommunikation zwischen Baby und Mutter während der Schwangerschaft. Die Matrix besteht also nicht nur aus unveränderbarer Biologie und tradiert genormter Sozialisierung.

Die Konsequenz wäre also, dass die Entwicklung eines Individuums und die Entwicklung eines Genitales nur individuell erfolgen kann. Und genau das verhindern männlich dominierte Gesellschaften mit ihrem kulturellen Müll sowie jeder Menge schwachsinniger Mythen.

Das Motto meines Blogs müsste ich eigentlich mit „wie entstehen wir?“ noch ergänzen. 🙂

Advertisements