Sexuelle Evolution 1c – Fazit

Narcissism meets sexual selection

Phantasiedarstellungen von Martin Heemskerck (16. Jh.)

Phantasiedarstellungen von Martin Heemskerck (16. Jh.)

Die sogenannten 7 Weltwunder sind vor allem eins:
Zeugnisse größenwahnsinniger Narzissten
.
Dass alle erst in patriarchal geprägten Kulturen entstanden sind, ist folglich kein Zufall, waren doch ihre Machthaber Narzissten par excellence.
Dass ausschließlich Männer damit glänzten und nach wie vor tun, ist auch kein Zufall.

Das widerlegen nicht nur die wenigen Machthaberinnen, die es im Laufe der Zeit gegeben hat, nein, sondern genau das Gegenteil ist der Fall, sie bestätigen es. Etwa 450 v. Chr. hat wohl Herodot als Erster eine Liste über bekannte Weltwunder verfasst. Es folgte die erste als vollständig bezeichnete Liste in einem Reiseführer des Schriftstellers Antipos von Sidon ca. 250 Jahre später.

Bis dahin waren ca. 5.000 Jahre vergangen, nachdem das erste Patriarchat entstanden war. Vor ca. 100.000 Jahren hatte der Mensch das gleichgroße Gehirn gehabt, wie wir es heute haben. Bis es dazu kam, waren ca. 3,5 Millionen Jahre vergangen.

Der Evolutionsbiologe Geoffrey F. Miller verfasste in seinem Buch – „Die sexuelle Evolution“ – die Theorie, dass durch sexuelle Selektion das Gehirn größer geworden war. Obwohl Darwin der „geschlechtlichen Zuchtwahl“ einen vergleichbaren Einfluss wie der Umweltselektion einräumte, wurde sie in den Ausarbeitungen der Evolutionstheorie weitgehend übergangen.

Wie Miller zeigt, kann jedoch die gezielte weibliche Bevorzugung von männlichen Individuen mit größerer geistiger Leistungsfähigkeit die rapide Gehirnentwicklung erklären. Gleichzeitig muss aber das weibliche Gehirn schon leistungsfähiger als das männliche Gehirn gewesen sein, um das überhaupt erkennen zu können.

Dass die von Männern gern behauptete These über die möglichst weite Verbreitung ihrer Gene nichts weiter als ein Mythos ist, wird u.a. auch noch durch die Selektion belegt, denn nur der Mann kann von der Frau auserwählt worden sein, denn sonst hätte es keine Weiterentwicklung des Gehirns geben können. Zumal ein leistungsfähigeres Gehirn auch Indikator für gesunde Gene sowie Fitness ist.

Der Umkehrschluss validiert es. Hätten nur die Männer selektiert, dann wären ja auch minderwertige Gene vererbt worden.
Nur was heißt hier wären?
Das Patriarchat hat genau das bewirkt, indem es die Frau zum Eigentum des Mannes gemacht hat und somit die Selektion durch die Frau verhindert hat. Und Frauen wird auch noch heute, das Selbstbestimmungsrecht über ihren Uterus durch Männer verwehrt.

Die Folge rennt so deppert, wie sie dadurch geworden sind, heutzutage milliardenfach in männlich dominierten Gesellschaften auf dem überbevölkerten Planeten herum. Um zu erkennen, dass das keine Zukunft ist, muss wirklich niemand Hellseher sein. Oder anders: Die sich selbst ernannten Herren der Schöpfung werden auch die ihrer Zerstörung sein.

Verhindern könnten das NUR wir Frauen, dafür müssten wir allerdings aufhören, mit dem männlich dominierten System zu partizipieren.

Advertisements

11 Gedanken zu „Sexuelle Evolution 1c – Fazit

  1. > nur der Mann kann von der Frau auserwählt worden sein, denn sonst hätte
    > es keine Weiterentwicklung des Gehirns geben können. Zumal ein
    > leistungsfähigeres Gehirn auch Indikator für gesunde Gene sowie Fitness ist.
    > Der Umkehrschluss validiert es. Hätten nur die Männer selektiert, dann
    > wären ja auch minderwertige Gene vererbt worden.

    Damit das stimmen koennte, muesste davon ausgegangen werden, dass Frauen „gesunde Gene“ erkennen koennen, waehrend Maenner das nicht koennen. Tatsaechlich orientieren sich sowohl Maenner als auch Frauen nur an oberflaechlichen Indikatoren fuer Fitness (in jeder Hinsicht), und die sind sehr unzuverlaessig.
    Es sind auch durch die Selektion von Maennern durch Frauen jede Menge „minderwertige Gene“ vererbt worden, die Menschheit leidet schliesslich nach wie vor an vielen Erbkrankheiten.
    Dass die Evolution langfristig mehr minderwertige Gene mittraegt, wenn Maenner Frauen selektieren, als wenn Frauen Maenner selektieren, waere zu beweisen.
    Was das „Weitverbreiten“ der Gene betrifft, koennte das rein evolutionaer betrachtet vielleicht sogar vorteilhaft sein, weil es die Durchmischung der Gene beschleunigt. Die Fortpflanzung durch sexuelle Reproduktion hat sich im Prinzip genau wegen dieses Vorteils durchgesetzt.

    > Wie Miller zeigt, kann jedoch die gezielte weibliche Bevorzugung
    > von männlichen Individuen mit größerer geistiger Leistungsfähigkeit
    > die rapide Gehirnentwicklung erklären. Gleichzeitig muss aber
    > das weibliche Gehirn schon leistungsfähiger als das männliche
    > Gehirn gewesen sein, um das überhaupt erkennen zu können.

    Das ist unlogisch, denn wenn das Erkennen hoher Gehirnleistung eine noch hoehere Gehirnleistung bedingt, dann waere fuer eine Frau ein Mann mit hoeherer Gehirnleistung als ihre eigene nicht erkennbar, und ausgerechnet die besonders intelligenten Maenner waeren nur durch Zufall auserwaehlt worden, was ungefaehr das Gegenteil dessen ergibt, worauf Miller’s Theorie der sexuellen Selektion basiert.

    Mir ist aber generell nicht klar, warum du dich ploetzlich so darauf einschiesst, in die Evolutionsgeschichte biologische Gruende dafuer hineinzuinterpretieren, warum die Menschheit an der Unterdrueckung der Frauen durch Maenner zugrunde gehen wird, vor allem wenn du gleichzeitig in anderen Beitraegen gleich geartete Kommentare anderer als biologistischen Muell verwirfst. Es gibt doch genug menschenrechtliche und soziale Gruende fuer die Gleichberechtigung aller Individuen, und deren Diskussion halte ich fuer wesentlich interessanter und wirksamer als das Reduzieren des gesamten menschlichen Lebens auf die Frage der Fortpflanzung.

    • 1. Damit das stimmen koennte, muesste davon ausgegangen werden, dass Frauen „gesunde Gene“ erkennen koennen, waehrend Maenner das nicht koennen. 2. Tatsaechlich orientieren sich sowohl Maenner als auch Frauen nur an oberflaechlichen Indikatoren fuer Fitness (in jeder Hinsicht), und die sind sehr unzuverlaessig.
      Es sind auch durch die Selektion von Maennern durch Frauen jede Menge „minderwertige Gene“ vererbt worden, die Menschheit leidet schliesslich nach wie vor an vielen Erbkrankheiten.
      3.Dass die Evolution langfristig mehr minderwertige Gene mittraegt, wenn Maenner Frauen selektieren, als wenn Frauen Maenner selektieren, waere zu beweisen.

      1. Erstens stimmt es nicht, wie du es formulierst. Denn warum sollten nur Frauen die Indikatoren für gesunde Gene erkennen. Die Betonung liegt auf Indikatoren, Gene an sich kann ja schließlich niemand erkennen. 2. Zweitens gehst du nur von heute aus, was nicht mit dem vergleichbar ist, was vor bspw. 6000 Jahren war. 3. Den Beweis liefern die noch existierenden Matrairchate.

      Das ist unlogisch, denn wenn das Erkennen hoher Gehirnleistung eine noch hoehere Gehirnleistung bedingt, dann waere fuer eine Frau ein Mann mit hoeherer Gehirnleistung als ihre eigene nicht erkennbar, und ausgerechnet die besonders intelligenten Maenner waeren nur durch Zufall auserwaehlt worden, was ungefaehr das Gegenteil dessen ergibt, worauf Miller’s Theorie der sexuellen Selektion basiert.

      Nein, das ist nicht unlogisch sondern genau das Gegenteil. Eine höhere Gehirnleistung kann auch mehr Erfahrungen abspeichern, und das bedeutet nämlich auch bessere Erkennung der Indikatoren. Nach diesem Schema sind bessere Gehirne von Männern wohl eher Zufall gewesen, und dadurch unwichtig für die Arterhaltung.

      Mir ist aber generell nicht klar, warum du dich ploetzlich so darauf einschiesst, in die Evolutionsgeschichte biologische Gruende dafuer hineinzuinterpretieren, warum die Menschheit an der Unterdrueckung der Frauen durch Maenner zugrunde gehen wird, vor allem wenn du gleichzeitig in anderen Beitraegen gleich geartete Kommentare anderer als biologistischen Muell verwirfst.

      Wenn Kommentare biologistischen Müll enthalten, landen sie auch auf dem Selbigen.

      Es gibt doch genug menschenrechtliche und soziale Gruende fuer die Gleichberechtigung aller Individuen, und deren Diskussion halte ich fuer wesentlich interessanter und wirksamer als das Reduzieren des gesamten menschlichen Lebens auf die Frage der Fortpflanzung.

      Ja es gibt sie, aber nur auf dem Papier und gehandelt wird anders. Welche Gründe tatsächlich die Handlungen bestimmen, die hat euer ehemalige Bundespräsident Köhler mal in einem Interview unfreiwillig zu gegeben.

      Zitiere:
      „Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.“ Quelle

      Die Frage der Reproduktion ist deswegen wichtig, weil Staat und Kirche darauf Einfluss haben. Dass sie damit gegen das Selbstbestimmungsrecht der Menschen verstoßen interessiert sie nicht. Und das geht ja wohl über eine Reduzierung darauf hinaus.

  2. > Denn warum sollten nur Frauen die Indikatoren für gesunde Gene erkennen
    Dein Argument war, dass sich das Gehirn nur entwickeln konnte, weil Frauen Maenner selektiert haben, und dass das nicht passieren kann, wenn Maenner Frauen selektieren.

    > Zweitens gehst du nur von heute aus, was nicht mit dem
    > vergleichbar ist, was vor bspw. 6000 Jahren war.
    Warum sollte es nicht vergleichbar sein? Die Menschen hatten vor 6000 Jahren eher weniger als mehr Faehigkeiten als heute, und konnten damals die Fitness ihrer Mitmenschen auch nicht besser beurteilen.
    Evolutionaer betrachtet aendert sich in 6000 Jahren auch relativ wenig. Das sind so grob ueberschlagen vielleicht 200 Generationen. Das ist nicht allzu viel Zeit dafuer, dass sich irgendwelche weltbewegenden Aenderungen/Verbesserungen in den Genen durchsetzen, weil dazu eine gewisse Haeufigkeit und Ausbreitung dieser Aenderungen noetig ist, und die wird in nur 200 Generationen nicht erreicht.

    > Den Beweis liefern die noch existierenden Matrairchate
    Du willst allen Ernstes behaupten, dass in einigen Staemmen wo ein Matriarchat besteht eine „bessere Rasse Mensch“ hervorgebracht hat, die nachweislich ueber weniger Gendefekte, einen genetisch hoeheren Evolutionsstand oder z.B. hoehere Intelligenz verfuegt?
    Da waere ich jetzt mal auf die Beweisfuehrung gespannt.

    Ich behaupte jetzt mal aus heiterem Himmel, dass die biologischen Eigenschaften dieser Staemme in genau dem Bereich zu finden sind, der im Vergleich zum Rest der Menschheit zu erwarten ist. Auch die Intelligenz (bzw. „Gehirnleistung“) wird dort normalverteilt und im statistischen Mittel sein, wie ueberall sonst auch.

    > Nach diesem Schema sind bessere Gehirne von Männern wohl eher
    > Zufall gewesen, und dadurch unwichtig für die Arterhaltung.
    Die Unwichtigkeit fuer die Arterhaltung ist kein Indiz dafuer, dass die Gehirnleistung von Maennern nicht ebenso hoch war wie die von Frauen.

    > Welche Gründe tatsächlich die Handlungen bestimmen, die hat
    > euer ehemalige Bundespräsident Köhler mal in einem
    > Interview unfreiwillig zu gegeben.
    Das ist zwar nicht „unserer Bundespraesident“, denn ich bin aus Oesterreich, nicht aus Deutschland. Aber wie auch immer: Das ist ein Zitat, das in Zusammenhang mit einer konkreten Situation in der jetzt existierenden Welt steht, und noch dazu bezueglich eines Krieges. Es ist keine philosophische Weltanschauung, und es sind immer noch die Worte eines einzelnen Menschen, und nicht die Wahrheit ueber die zukuenftige Entwicklung der gesamten Menschheit.

    Ich weiss immer noch nicht, weshalb du die Fortpflanzung fuer wichtiger als die gesellschaftlichen Probleme haeltst. Staat und Kirche haben Einfluss auf die Fortpflanzung wegen gesellschaftlicher Probleme. Die Fortpflanzung zu „optimieren“ ist ohne Beseitigung der gesellschaftlichen Probleme nicht moeglich, und die Wirkung einer solchen Optimierung (falls es ueberhaupt eine gesellschaftlich und nicht nur gesundheitlich/biologisch relevante Wirkung gibt) waere vielleicht in ein paar hunderttausend Jahren zu erwarten. Ich bin mir nicht sicher, ob wir soviel Zeit zum Nachbessern haben, wenn die Welt so weitermacht wie bisher…

    • Dein Argument war, dass sich das Gehirn nur entwickeln konnte, weil Frauen Maenner selektiert haben, und dass das nicht passieren kann, wenn Maenner Frauen selektieren.

      Ja, aber das schließt doch nicht aus, dass das Männer auch konnten. Sie waren nur nicht diejenigen, die auswählten, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht auch ablehnen konnten. Und dafür wäre ja auch das Erkennen von Indikatoren wichtig.

      Evolutionaer betrachtet aendert sich in 6000 Jahren auch relativ wenig. Das sind so grob ueberschlagen vielleicht 200 Generationen. Das ist nicht allzu viel Zeit dafuer, dass sich irgendwelche weltbewegenden Aenderungen/Verbesserungen in den Genen durchsetzen, weil dazu eine gewisse Haeufigkeit und Ausbreitung dieser Aenderungen noetig ist, und die wird in nur 200 Generationen nicht erreicht.

      Nein, denn sonst wäre bspw. das kurzfristige Kleinerwerden von Europäern Mitte des 19. Jahunderts nicht möglich gewesen. Zwar besteht auch ein Zusammenhang zwischen Größe und Ernährung, aber der alleine kann das Phänomen in der Zeit nicht erklären, dass die durchschnittliche Körpergröße abgenommen hat, obwohl das Pro-Kopf Einkommen gestiegen ist. Außerdem gibt es heute mehr geistig und körperlich behinderte Menschen als früher, trotz besseren medizinischen Kenntnissen, und das kann nur an veränderten Genen liegen.

      Du willst allen Ernstes behaupten, dass in einigen Staemmen wo ein Matriarchat besteht eine „bessere Rasse Mensch“ hervorgebracht hat, die nachweislich ueber weniger Gendefekte, einen genetisch hoeheren Evolutionsstand oder z.B. hoehere Intelligenz verfuegt?
      Da waere ich jetzt mal auf die Beweisfuehrung gespannt.

      Mit einer besseren Rasse hat das nichts zu tun, sondern mit dem Denken und Handeln, welches die Qualität einer Kultur hervorbringt sowie wie die davon beeinflussten zwischenmenschlichen Beziehungen. Matrilineare Kulturen kennen kein Macht- und Besitzdenken folglich auch keine Gewalt. Bei ihnen gibt es weder Kindesmissbrauch noch Vergewaltigungen jeglicher Art noch Prostitution noch Konsumwahnsinn. Außerdem leben sie mit der Natur, also nachhaltig, und nicht wie wir gegen die Natur. Bei der herrschenden Plünderung von Ressourcen kann von Nachhaltigkeit wohl keine Rede sein. Kurzum: Diese Kultur, ist der unseren haushoch überlegen.

      Das ist ein Zitat, das in Zusammenhang mit einer konkreten Situation in der jetzt existierenden Welt steht, und noch dazu bezueglich eines Krieges. Es ist keine philosophische Weltanschauung, und es sind immer noch die Worte eines einzelnen Menschen, und nicht die Wahrheit ueber die zukuenftige Entwicklung der gesamten Menschheit.

      Die Worte Köhlers konnotiert sowohl das notwendige als auch das stattfindende staatliche Denken und Handeln sowie das der Wirtschaft aus deren Sicht. Und das hat sehr wohl Einfluss auf unsere Zukunft. Bspw. wird an der Wachstumsideologie festgehalten, obwohl die Ressourcen immer knapper werden.

      Ich weiss immer noch nicht, weshalb du die Fortpflanzung fuer wichtiger als die gesellschaftlichen Probleme haeltst. 1 Staat und Kirche haben Einfluss auf die Fortpflanzung wegen gesellschaftlicher Probleme. Die Fortpflanzung zu „optimieren“ ist ohne Beseitigung der gesellschaftlichen Probleme nicht moeglich, und die Wirkung einer solchen Optimierung (falls es ueberhaupt eine gesellschaftlich und nicht nur gesundheitlich/biologisch relevante Wirkung gibt) waere vielleicht in ein paar hunderttausend Jahren zu erwarten. 2 Ich bin mir nicht sicher, ob wir soviel Zeit zum Nachbessern haben, wenn die Welt so weitermacht wie bisher

      M.E. kann man Reproduktion nicht vom Rest des Geschehens abkoppeln, zumal sie für die Arterhaltung notwendig ist. 1 Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die gesellschaftlichen Probleme sind durch den Einfluss von Staat und Kirche erst entstanden, folglich können die die Probleme auch nicht lösen. Nicht zuletzt ist es wohl auch so, dass das Thema Reproduktion für Frauen wichtiger ist als für Männer, weil sie im größeren Ausmaß durch Kinder benachteiligt werden. Das trifft auf Deutschland im Besonderen zu, denn so ein kinderfeindliches Land gibt es kein zweites Mal. 2 Wenn so weiter gemacht wird wie bisher dann gibt es zumindest die Industrienationen schon in absehbarer Zeit nicht mehr.

      • > Nein, denn sonst wäre bspw. das kurzfristige
        > Kleinerwerden von Europäern Mitte des 19. Jahunderts
        > nicht möglich gewesen.
        Selbst wenn das genetisch bedingt sein sollte, dann ist kleinerwerden keine wesentliche evolutionaere Verbesserung, sondern nur das Drehen an einer eher unwichtigen Schraube. Fuer bessere Gehirne muss schon ein bisschen mehr als das passieren, und das braucht mehr Zeit.

        > 1. denn nur der Mann kann von der Frau auserwählt worden sein,
        > denn sonst hätte es keine Weiterentwicklung des Gehirns geben können
        > […]
        > 2. Ja, aber das schließt doch nicht aus, dass das Männer auch konnten.
        > Sie waren nur nicht diejenigen, die auswählten, was aber nicht bedeutet,
        > dass sie nicht auch ablehnen konnten. Und dafür wäre ja auch das Erkennen
        > von Indikatoren wichtig.
        Dann stelle ich fest, dass 1.) und 2.) hier eine gegenteilige Argumentation enthalten.

        > Außerdem gibt es heute mehr geistig und körperlich behinderte
        > Menschen als früher
        Quelle?
        Es ueberleben heute auf jeden Fall mehr behinderte Menschen, weil die Medizin das ermoeglicht. Es ist durchaus moeglich, dass die Selektion „gesunder“ Gene dadurch negativ beeinflusst wird, dass wir aufgrund unserer medizinischen Kenntnisse auch mit genetisch bedingten Beschwerden langfristig ueberlebensfaehig sind, die frueher wegen der hohen Sterblichkeit aus dem Genpool verschwunden waeren.

        > und das kann nur an veränderten Genen liegen.
        Das kann genauso gut an veraenderten Umwelteinfluessen liegen. Der Regen ist sauer, die Luft in Staedten verschmutzt, Sellafield, Tschernobyl und neuerdings ein betraechtlicher Teil von Japan sind nuklear verstrahlt. Der Leukaemiecluster Elbmarsch gibt Raetsel auf, liegt aber moeglicherweise nicht zufaellig auffaellig nahe am Kernkraftwerk Kruemmel und einem Nuklearforschungszentrum.

        > Mit einer besseren Rasse hat das nichts zu tun, sondern mit
        > dem Denken und Handeln, welches die Qualität einer Kultur
        > hervorbringt sowie wie die davon beeinflussten zwischenmenschlichen
        > Beziehungen.
        Meine Frage war aber, ob die Evolution mehr minderwertige Gene mittraegt wenn Maenner Frauen selektieren, als wenn Frauen Maenner selektieren, und deine Antwort war, dass die matrilinearen Kulturen der Beweis dafuer waeren.
        Im Gegensatz dazu sagst du jetzt, dass sich die matrilinearen Kulturen nicht genetisch sondern gesellschaftlich unterscheiden.
        Du vermischt anscheinend haeufig kulturelle Entwicklung mit evolutionaerer Entwicklung, oder stellst Abhaengigkeiten zwischen beiden her, wo tatsaechlich keine sind.

        Evolutionaere Entwicklung ist eine ziemlich primitive Grundlage unseres Daseins, der Bauplan unserer Koerper. Gesellschaft ist das, was wir daraus machen, dafuer sind unsere biologischen Faehigkeiten zwar nicht voellig egal, aber bei weitem nicht so ausschlaggebend, dass gute Gene eine gute Gesellschaft bedeuten. Umgekehrt bringt eine gute Gesellschaft nicht auch gute Gene hervor, weil die soziale Einstellung eines Menschen nicht dessen Erbmaterial veraendert.

        Es ist leider nicht so einfach, dass man sagen koennte:
        Gute Gene = gute Menschen, gute Menschen = gute Gene.

        Ich behaupte sogar, dass in Kulturen, die viel schlimmer sind als unsere – etwa die der Taliban – ebenfalls die biologischen Grundlagen die selbe Qualitaet aufweisen wie in unserer Kultur oder in matrilinearen Kulturen.
        Die Voraussetzungen fuer hohe Intelligenz, guten Charakter usw. sind auf biologischer Seite laengst ueberall auf der Welt gegeben, die Frage ist viel mehr, welche kulturellen Umstaende dafuer sorgen, dass sie sich zum Positiven entwickeln koennen.

        Eben deshalb bin ich auch der Meinung, dass das sich-Verrennen in der Evolution auf der Suche nach Antworten bezueglich sozialer Fragen, oder bezueglich des Umgangs der Geschlechter miteinander, nicht erfolgversprechend ist, weil es nicht an der Genetik, sondern erst ein paar Ebenen darueber scheitert.

      • Fuer bessere Gehirne muss schon ein bisschen mehr als das passieren, und das braucht mehr Zeit.

        Meine Antwort bezog sich nur auf deine Behauptung, dass sich Gene nicht kurzfristig ändern können, und bezieht sich folglich nicht auf die Zeit für genetisch bedingte bessere Gehirne.

        Dann stelle ich fest, dass 1.) und 2.) hier eine gegenteilige Argumentation enthalten.

        Was du feststellst, ist nur, dass es für dich offenbar nur ein entweder oder gibt, während es für mich ein sowohl als auch gibt.

        Quelle?
        Es ueberleben heute auf jeden Fall mehr behinderte Menschen, weil die Medizin das ermoeglicht. Es ist durchaus moeglich, dass die Selektion „gesunder“ Gene dadurch negativ beeinflusst wird, dass wir aufgrund unserer medizinischen Kenntnisse auch mit genetisch bedingten Beschwerden langfristig ueberlebensfaehig sind, die frueher wegen der hohen Sterblichkeit aus dem Genpool verschwunden waeren.

        Warum willst du Quellenangabe, wenn du die heutige Situation kennst? Zumal die nur durch erfolgte Mutationen möglich ist.

        Das kann genauso gut an veraenderten Umwelteinfluessen liegen. Der Regen ist sauer, die Luft in Staedten verschmutzt, Sellafield, Tschernobyl und neuerdings ein betraechtlicher Teil von Japan sind nuklear verstrahlt. Der Leukaemiecluster Elbmarsch gibt Raetsel auf, liegt aber moeglicherweise nicht zufaellig auffaellig nahe am Kernkraftwerk Kruemmel und einem Nuklearforschungszentrum.

        Natürlich haben auch Umwelteinflüsse auf Gene Einfluss, und nicht nur auf die. Aber Gene verändern sich ja nicht, weil sie denken anders wären sie besser. Es kann nur durch Wechselwirkungen passieren. Sonst wäre Darwins Erkenntnis, dass nur der am besten Angepasste überlebt gar nicht möglich.

        Du vermischt anscheinend haeufig kulturelle Entwicklung mit evolutionaerer Entwicklung, oder stellst Abhaengigkeiten zwischen beiden her, wo tatsaechlich keine sind.

        Ich vermische gar nix. Du verstehst nicht, dass sich das gegenseitig bedingt. Degenerierte Gene befähigen keinen Menschen kulturelle Leistungen, hervorzubringen.

        Evolutionaere Entwicklung ist eine ziemlich primitive Grundlage unseres Daseins, der Bauplan unserer Koerper.

        Soso, dass du aber dieser primitiven Grundlage dein großes Gehirn auch verdankst, spielt für dich seltsamerweise keine Rolle. Also allmählich geht mir deine Polemik auf den Keks.

        1. Ich behaupte sogar, dass in Kulturen, die viel schlimmer sind als unsere – etwa die der Taliban – ebenfalls die biologischen Grundlagen die selbe Qualitaet aufweisen wie in unserer Kultur oder in matrilinearen Kulturen.
        Die Voraussetzungen fuer hohe Intelligenz, guten Charakter usw. sind auf biologischer Seite laengst ueberall auf der Welt gegeben, die Frage ist viel mehr, welche kulturellen Umstaende dafuer sorgen, dass sie sich zum Positiven entwickeln koennen.

        2. Eben deshalb bin ich auch der Meinung, dass das sich-Verrennen in der Evolution auf der Suche nach Antworten bezueglich sozialer Fragen, oder bezueglich des Umgangs der Geschlechter miteinander, nicht erfolgversprechend ist, weil es nicht an der Genetik, sondern erst ein paar Ebenen darueber scheitert.

        1. Taliban? Ach ja, nun auch noch das Moralische: Was ist schlimm und was ist gut/besser. Die Taliban richten weit weniger Schaden an, als unser faschistisch imperial globalisierter Neoliberalismus weltweit, indem er rücksichtslos die ökonomische Grundlage anderer Länder zerstört und obendrein den industriellen Müll in der sogenannten 3. Welt abkippt. Religiöser Fanatismus ist genauso bar jeder Intelligenz wie faschistisch imperial globaler Neoliberalismus. Darauf bezogen ist die biologische Grundlage die Gleiche, allerdings negativ, nicht wahr? 2. Und noch mal, die Genetik ist ein unverzichtbarer Teil unseres Daseins und deswegen gibt es weder Ebenen darüber noch darunter. Unsere Gehirne funktionieren ja schließlich auch nicht ohne einen Körper.

        PS. Unsere Ansichten sind wohl zu weit auseinander, sodass es für mich keinen Sinn mehr macht, diesen Diskurs weiterzuführen. Also schlage ich vor, es dabei zu belassen.

  3. > Warum willst du Quellenangabe, wenn du die heutige Situation kennst?
    Ich will nicht eine Quellenangabe fuer die heute Situation, sondern dafuer, dass die Menschen, wie du behauptest, frueher weniger Gendefekte hatten. Dafuer muss es ja irgendwo Forschungsergebnisse geben, sonst koennte man das nicht behaupten.

    > Was du feststellst, ist nur, dass es für dich offenbar nur ein entweder oder gibt,
    > während es für mich ein sowohl als auch gibt.
    Bezueglich der Frage, ob eine Aussage wahr oder falsch ist, kann es bekanntlich nur ein entweder/oder geben.
    Nochmal konkret, du hast gesagt:
    „nur der Mann kann von der Frau auserwählt worden sein, denn sonst hätte es keine Weiterentwicklung des Gehirns geben können“
    Ich behaupte aber:
    „die Weiterentwicklung des Gehirns hat es auf jeden Fall geben koennen, egal ob die Frau den Mann auserwaehlt hat, oder der Mann die Frau auserwaehlt hat, weil beide die noetigen Faehigkeiten zum Auswaehlen der dafuer geeigneten Partner hatten“

    > Natürlich haben auch Umwelteinflüsse auf Gene Einfluss
    Ich habe ueberhaupt nicht von den Genen gesprochen, sondern nur von den Gruenden dafuer, warum Menschen krank sein koennen, unabhaengig von den Genen.

    > Degenerierte Gene befähigen keinen Menschen kulturelle Leistungen, hervorzubringen.
    Das habe ich auch nicht behauptet.
    Mir ist nur nicht klar, was du eigentlich ueber die Evolution zu argumentieren versuchst. Wir haben ja unsere leistungsfaehigen Gehirne bereits, warum wir sie haben, mag zwar historisch interessant sein, aber welches evolutionaere Problem siehst du in der aktuellen Situation?
    Das Einzige, was ich vermuten koennte: Bist du der Meinung, dass unsere Gene davon bedroht sind, wieder zu degenerieren, und wenn ja, warum?

    > Soso, dass du aber dieser primitiven Grundlage dein großes Gehirn
    > auch verdankst, spielt für dich seltsamerweise keine Rolle.
    > Also allmählich geht mir deine Polemik auf den Keks.
    Wo siehst du hier Polemik, das war ueberhaupt nicht polemisch gemeint.
    Ich habe nur den Eindruck, dass du den Genen die Schuld fuer unsere heutige Gesellschaftsform gibst, aber vielleicht habe ich das auch falsch verstanden.
    Die Gene sind die Grundlage fuer hohe Gehirnleistung, etwas anderes habe ich nie behauptet. Ich habe nur gleichzeitig gesagt, dass ich nicht glaube, dass diese biologischen Grundlagen heute besser sein koennten als sie sind, und dass sie laengst gut genug sind, dass die Menschheit besser leben koennte.

    > Taliban? Ach ja, nun auch noch das Moralische: Was ist schlimm
    > und was ist gut/besser. Die Taliban richten weit weniger Schaden
    > an, als unser faschistisch imperial globalisierter Neoliberalismus weltweit
    Taliban zwingen aber auch Frauen, in Burkas herumzulaufen und bedingungslosen ihren Maennern zu gehorchen, welche ihre Frauen wie ihr Eigentum behandeln. Sicher ist nichts nur schlecht und nichts nur gut. Trotzdem halte ich unsere zugegebenermassen auch sehr mangelhafte Gesellschaftsform in Gesamtheit immer noch fuer menschenwuerdiger als die Herrschaft der Taliban, hier in Oesterreich lebt man naemlich sowohl als Frau als auch als Mann vergleichsweise relativ frei und friedlich.

    > Unsere Ansichten sind wohl zu weit auseinander
    Das wuerde ich noch nicht behaupten, nur ist mir deine Ansicht noch nicht klar, weil ich noch auf der Suche nach dem harten Kern dessen bin, was du eigentlich sagen willst. Das versuche ich herauszufinden, indem ich alles, was mir inkonsistent oder widerspruechlich erscheint, in Frage stelle, um Antworten darauf zu bekommen, was eigentlich gemeint ist.
    Und nochmal zur Klarstellung: Davon ist nichts polemisch gemeint. Meine Kritik und meine Fragen sollten jeweils logisch nachvollziehbar sein, jedenfalls sind sie so entstanden; falls das aus dem Text nicht klar hervorgeht, liegt es an den Limitationen menschlicher Kommunikation und der Kuerze geschriebener Sprache, um hier im Forum nicht den Rahmen zu sprengen.

    • die Weiterentwicklung des Gehirns hat es auf jeden Fall geben koennen, egal ob die Frau den Mann auserwaehlt hat, oder der Mann die Frau auserwaehlt hat, weil beide die noetigen Faehigkeiten zum Auswaehlen der dafuer geeigneten Partner hatten“

      Ehrlich gesagt kapier ich nicht, warum du das Schema nicht verstehst. Der Intelligentere kann leichter erkennen, wer für ihn als Partner in Frage kommt. Da früher nur die Frauen über ihren Uterus bestimmten, suchten nur sie sich ihre Partner für die Reproduktion aus. Dafür mussten sie aber auch zwangsläufig intelligenter sein, weil sie das sonst nicht erkannt hätten. Folglich waren auch sie der Motor der Weiterentwicklung des Gehirns. Genauso wie Pfauenhennen wissen, dass der Pfauenhahn mit dem größten Rad die besten Gene hat, sind sie der Motor und nicht der Pfauenhahn. Mehr sag ich dazu nicht mehr.

      Das Einzige, was ich vermuten koennte: Bist du der Meinung, dass unsere Gene davon bedroht sind, wieder zu degenerieren, und wenn ja, warum?

      Ich bin davon überzeugt, dass sie schon degeniert sind, denn erst heute wird mithilfe der angebeteten Technik eine Zerstörung der Umwelt erreicht, die es in dem Umfang noch nie gegeben hat. Und degenerierte Gene lassen auch die Intelligenz schwinden. Folglich ist es kein Wunder, dass die Technik so dämlich benutzt wird.

      1. Taliban zwingen aber auch Frauen, in Burkas herumzulaufen und bedingungslosen ihren Maennern zu gehorchen, welche ihre Frauen wie ihr Eigentum behandeln. Sicher ist nichts nur schlecht und nichts nur gut. Trotzdem halte ich unsere zugegebenermassen auch sehr mangelhafte Gesellschaftsform in Gesamtheit immer noch fuer menschenwuerdiger als die Herrschaft der Taliban, 2. hier in Oesterreich lebt man naemlich sowohl als Frau als auch als Mann vergleichsweise relativ frei und friedlich.

      1. Ja ja die Taliban, die morden nur in Afghanistan und Pakistan, der faschistische imperiale Neoliberalismus aber global qua Wirtschafts- und Rüstungskonzerne. Und das macht Österreich ja auch. Noricum-Skandal.

      2. Vielleicht aus deiner Sicht. Ich kenne Feministinnen aus Österreich, die haben genauso viel Angst vor sexueller Gewalt wie Frauen in allen anderen männlich dominierten Gesellschaften. Lese mal dieStandard.at, die berichten darüber, dass es für Frauen in deinem Land auch nicht anders aussieht, als in den anderen männlich dominierten.

      PS. Das ist jetzt aber wirklich meine letzte Antwort.

      • > Der Intelligentere kann leichter erkennen, wer für ihn als
        > Partner in Frage kommt.
        Ich glaube, dass ich jetzt verstanden habe, woher deine Argumentation kommt.
        Du gehst offensichtlich davon aus, dass Frau C, um zu erkennen, dass Mann B intelligenter ist als Mann A, auch intelligenter sein muss, als sowohl A als auch B (also A < B < C), aber dieser Schluss ist falsch. Ich versuche mal zu erklaeren, warum:
        Wenn A < B < C, dann loest Mann B Aufgaben, die Mann A nicht bewaeltigt, und fuer Frau C ist das erkennbar.
        Aber nehmen wir mal an, A < C < B. Dann loest Mann B immer noch Aufgaben, die fuer Mann A zu komplex sind, und Frau C kann das in vielen Faellen auch nachvollziehen, vielleicht aber nicht in allen Faellen, weil Mann B eben auch Aufgaben loest, die fuer Frau C zu komplex sind.
        Das funktioniert sogar noch bei C < A Ich bin davon überzeugt, dass sie schon degeniert sind,
        > denn erst heute wird mithilfe der angebeteten Technik
        > eine Zerstörung der Umwelt erreicht, die es in dem
        > Umfang noch nie gegeben hat.
        Da fehlt uns der Vergleich zu frueher, weil es die Technik frueher nicht gegeben hat. Es laesst sich heute nicht feststellen, ob die Menschen damals nicht aehnlich bloed waren, und nur in Ermangelung entsprechender Moeglichkeiten nicht mehr Schaden angerichtet haben.
        Ich halte es fuer eher unwahrscheinlich, dass die Menschen frueher schonmal sehr viel intelligenter waren als heute, denn dann waeren viele der positiven Errungenschaften (nicht nur technischer Natur) wohl schon viel frueher gemacht worden.
        Vielleicht war der Durchschnitt schonmal etwas intelligenter, das wuerde ich nicht ausschliessen, aber weltbewegend war der Unterschied anscheinend nicht.

        PS: Schade, dass sich sonst niemand zu Wort meldet. Mich wuerden Meinungen anderer Leser und Leserinnen auch interessieren.

      • Fehlender Teil:
        (Leider hat das Forum trotz Space bei den kleiner-Operatoren ein (kleiner B) als HTML-Code fuer Bold interpretiert, und damit einen Teil Text weggeschmissen).

        Das funktioniert sogar noch bei C (kleiner) A (kleiner) B, weil Mann B immer noch Aufgaben loest, die Mann A nicht schafft, und fuer Frau C kann das nachvollziehbar sein, selbst wenn sie keine Chance mehr hat, die Gedankengaenge von A und B nachzuvollziehen und die Aufgaben selbst zu loesen.
        Das liegt daran, dass die Richtigkeit eines Ergebnisses oft leichter pruefbar ist als es zu finden ist.
        (Das Paradebeispiel dafuer in der heutigen Zeit sind die sogenannten NP-Probleme: http://en.wikipedia.org/wiki/NP_problem)
        Auch durchschnittlich intelligente Menschen koennen beispielsweise das Ergebnis einer Aufgabe eines extrem schweren Intelligenztests pruefen, wenn sie erklaert bekommen, wie das Ergebnis zustande kommt. Sie koennen es aus der Angabe nicht selbst finden, aber sie koennen nach einer Erklaerung bestaetigen, dass das erkannte Muster vorhanden ist.
        Deshalb ergibt sich aus der Tatsache, dass eine Frau den intelligenteren von zwei Maennern erkennen kann, nicht zwingend der Umstand, dass die Frau dazu intelligenter sein muss als beide Maenner – und in weiterer Folge ergibt sich daher auch kein Beweis, dass damals Frauen intelligenter waren als Maenner.
        Ich behaupte nicht, dass es grundsaetzlich nicht trotzdem so gewesen sein kann, ich sage nur, dass der von dir angefuehrte Beweis, dass es so gewesen sein soll, fehlerhaft ist.

      • Also gut, noch mal.
        Wie ich versucht habe es zu erklären ist a) abstrakt und b) kann es auch fehlerhaft sein; c) kennst du das Buch offensichtlich nicht. Dass ich es kenn, ist für mich aber kein Vorteil, eher das Gegenteil ist der Fall, weil ich auch Fakten im Kopf habe, die hier gar nicht stehen, in meinen Antworten aber immanent sein könnten oder auch sind.

        Bei uns ist es eben nicht so einfach als bei Pfauen. Wo die Henne sich darauf verlassen kann, dass das prächtigste Rad eines Pfauenhahns unmissverständlicher Indikator für die besten Gene ist. Unser Rad und Indikator dafür wurden die gestiegenen Leistungen durch das vergrößerte Gehirn, das nur für das Überleben nicht nötig gewesen ist. Die Vergrößerung brachte aber Charme, Humor, Musik, etc. hervor. Die können zwar Umstände leichter ertragbar machen, wären aber für einen Überlebenskampf völlig nutzlos.

        Für Miller ist Intelligenz sowohl ein Indikator für gute Gene als auch unverzichtbarer Selektor zum Auswählen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Das, was ausgewählt wird, ist aber nicht die Intelligenz an sich, sondern das, was sie hervorbringt. Und dabei spielt nicht nur der am besten Angepasste die ausschlaggebende Rolle, sondern der ist in ein Konstrukt eingebunden, zu dem auch Charaktereigenschaften, Charme, Humor etc. pp. gehören.

        Die Wertung dieses Konstrukt ist aber sicherlich nicht bei jeder Frau weder dieselbe gewesen noch ist sie es heute. Der alles entscheidende Punkt ist aber nur das WOLLEN der Frau, sei es zur Reproduktion, sei es zum Sex. Wenn Frau nicht will, spielt auch ihre Wertung des Konstrukts keine Rolle mehr. Und mit diesem Nichtwollen sind Männer vor allem seit dem es männlich dominierte Gesellschaften gibt, noch nie klargekommen und daran hat sich bis heute nichts geändert.

        Die Folge: Monogame Zwangsehe inclusive Entzug des Selbstbestimmungsrechts über ihren Uterus und alle anderen Diskriminierungen der Frau.
        Fakt: Wer sich über andere erhöht, fühlt sich selbst minderwertig.
        Und auch das belegt sowohl geschwundene Intelligenz als auch degenerierte Gene. Dass trotzdem Einzelne überdurchschnittlich intelligent waren und sind, können sich nicht alle als Gütesiegel an die eigene Backe heften.

        Pero ahora, se ha acabado. 😀

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.