Sex: Wissenschaftler haben sich auch beim Mann geirrt.

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Jahrelang nahmen Wissenschaftler an, dass das männlich-aggressive Verhalten ein ausschlaggebender Faktor bei der Partnersuche und Fortpflanzung von Tieren ist. Inzwischen weiß man, dass sich das Sexualverhalten von Tieren viel subtiler gestaltet.

Manchmal kann frau sich das Lachen nicht verkneifen, wenn Wissenschaftler anderen Wissenschaftlern ihre Thesen widerlegen. In dem Fall den männlichen
Karnickel-Schnell-Fick-Trieb qua Testosteron, und auch noch obendrein beweisen, dass die Frau auswählt und nicht der Mann. Dessen gegenteilige Behauptung ihn zur absurden Karikatur seiner selbst macht. Echt ’ne Lachnummer. 😀

8 Gedanken zu „Sex: Wissenschaftler haben sich auch beim Mann geirrt.

  1. > dass die Frau auswählt und nicht der Mann
    …was allerdings auch saemtliches Gejammer einer betraechtlichen Anzahl an Frauen, wie schlecht ihre diversen (Ex-)Partner seien („Maenner sind Scheine“ und sinngemaess Gleichartiges) in ein Eigentor verwandelt.

    Weitergefuehrt ergibt sich die Situation, dass Frauen entweder sehr oft schlecht auswaehlen, oder Maenner eigentlich genau so sind, wie Frauen sie haben wollen/wollten (ob bewusst oder unterbewusst), weil andernfalls die Menschheit ausgestorben waere.

    Interessanter waere aber eigentlich die Frage, wie die Partnerwahl eigentlich laufen MUESSTE, damit
    1) liebevolle Beziehungen entstuenden, die auch langfristig funktionieren koennten
    2) die Evolution durch die Wahl positiv beeinflusst wuerde, vorwiegend die Entwicklung der Intelligenz
    3) die Kinder durch ihre Eltern zu sozialen, kritischen Mitgliedern der Gesellschaft erzogen werden
    4) die Gesellschaft sich in weiterer Folge an soziale Ideale annaehern wuerde
    usw.

    Betreiben wir doch mal etwas fiktionales „Systemdesign“, und beschreiben wir eine ideale Welt mit idealer Gesellschaft und idealen Kreaturen, und vergleichen wir das dann mit dem, was wir in der Realitaet gerade haben. Da muessten sich eigentlich eine Menge Hinweise darauf ergeben, was bei den Menschen alles falsch laeuft…

    • was allerdings auch saemtliches Gejammer einer betraechtlichen Anzahl an Frauen, wie schlecht ihre diversen (Ex-)Partner seien („Maenner sind Scheine“ und sinngemaess Gleichartiges) in ein Eigentor verwandelt.

      Eigentor? Du machst es dir aber arg einfach.
      Dass Frauen wählen bedeutet ja nicht zwingend, dass sie es erst machen, nachdem sie sowohl sich selbst als auch die Kultur hinterfragt haben, durch die sie sozialisiert worden sind. Und dass das nicht die Mehrheit der Frauen machen, ist ja wohl offensichtlich, denn sonst gäbe es keine männlich dominierten Gesellschaften mehr.

      Interessanter waere aber eigentlich die Frage, wie die Partnerwahl eigentlich laufen MUESSTE, damit
      1) liebevolle Beziehungen entstuenden, die auch langfristig funktionieren koennten
      2) die Evolution durch die Wahl positiv beeinflusst wuerde, vorwiegend die Entwicklung der Intelligenz
      3) die Kinder durch ihre Eltern zu sozialen, kritischen Mitgliedern der Gesellschaft erzogen werden
      4) die Gesellschaft sich in weiterer Folge an soziale Ideale annaehern wuerde
      usw.

      Die Frage ist nicht interessant sondern irrelevant, so lange es männlich dominierte Gesellschaften mit ihrem Macht- und Besitzdenken gibt. So lange geglaubt wird, dass die westliche Kultur samt ihren Wertungen, die Ultimative ist.

      Betreiben wir doch mal etwas fiktionales „Systemdesign“, und beschreiben wir eine ideale Welt mit idealer Gesellschaft und idealen Kreaturen, und vergleichen wir das dann mit dem, was wir in der Realitaet gerade haben. Da muessten sich eigentlich eine Menge Hinweise darauf ergeben, was bei den Menschen alles falsch laeuft…

      Bei DEN Menschen läuft gar nichts falsch, weil es auch noch nicht männlich dominierte Kulturen gibt. Es gab und gibt auch westliche Psychologen die erkannt haben, warum es bei uns so ist, wie es ist. Und das fängt schon vor der Geburt an, weil die meisten gar keine Ahnung davon haben, was das Beste für ein Baby ist.

      Bspw. hat die amerikanische Psychotherapeutin Jean Liedloff schon 1977 das Buch – „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ – geschrieben, indem sie über ihren zweieinhalb jährigen Aufenthalt bei den Yequaba-Indianern im Dschungel von Venezuela schreibt. Sie wollte herausfinden, warum diese Indianer so ungewöhnlich glücklich und harmonisch zusammenleben.

      Der Grund ist der Umgang mit ihren Kindern. Sie kennen noch die ursprünglichen Bedürfnisse von Babys sowie Kleinkindern. Die auch jedes Tier kennt, denn auch sie wissen zweifelsfrei, was das Beste für ihren Nachwuchs ist, nur die ach so „zivilisierten“ Eltern in unserer Kultur, haben davon keinen blassen Schimmer. Ich habe auf meiner dreijährigen Weltreise bspw. nirgendwo so viele Babys schreien hören wie in Deutschland.

      Fiktionales Systemdesign betreiben überlass ich dir. Mir reichen Informationen über Kulturen von deren zwischenmenschlicher Lebensqualität, die unsere noch Lichtjahre entfernt ist. Diese mit der unseren zu vergleichen ist nicht nur einfacher sondern auch effizienter, als ein fiktioales Systemdesign zu basteln.

  2. > Eigentor? Du machst es dir aber arg einfach.
    Naja, dieses „Kompliment“ koennte ich aber bezueglich vieler deiner Aussagen auch zurueckgeben.

    Beispielsweise bezueglich „maennlicher Dominanz“. Das Problem ist „Dominanz“, nicht „maennlich“, ich bin ueberzeugt davon, dass „weibliche Dominanz“ ebenso schlecht ist wie „maennliche Dominanz“ – der tatsaechlich wesentliche Faktor ist der Charakter derjenigen, die dominieren, und der ist bei Maennern und Frauen im Durchschnitt ziemlich genau gleich schlecht.

    Dass Dominanz in fast allen Faellen etwas Schlechtes bewirkt, stimmt zwar, aber es ist eben auch nicht so einfach, dass die voellige Herrschaftslosigkeit alle Probleme in Luft aufloest und die ideale Gesellschaft hervorbringt.
    Das funktioniert naemlich eben nur in fiktionalen Gesellschaften, die davon ausgehen, dass sich jeder Einzelne kooperativ verhaelt. Da Menschen individuell sehr verschieden sind, wird es aber immer wieder Konflikte geben, und es wird immer Menschen geben, deren Charakter eben schlecht genug ist, einfach egoistische Interessen durchzusetzen, anstatt einen Kompromiss zu suchen, mit dem alle gut leben koennen.
    Um genau das zu verhindern, wird in manchen Faellen eben nichts anderes uebrigbleiben, als dass irgendjemand, bzw. irgendeine Institution, eine Art von Macht ausuebt. Besitz ist auch nur eine Art Grundlage dafuer, in vielen Faellen laesst sich Besitz von Einzelpersonen entkoppeln, und so fuer eine faire Verteilung sorgen – aber die wird manchmal auch durch Machtausuebung durchgesetzt werden muessen.

    > Bei DEN Menschen läuft gar nichts falsch, weil es auch
    > noch nicht männlich dominierte Kulturen gibt.
    Wenn es sich in diesen Kulturen so viel besser leben laesst, dann stellt sich aber natuerlich die Frage, warum nicht viel mehr Menschen freiwillig in solche Kulturen eintreten, oder warum eben diese Kulturen z.B. durch andere (dominante/westliche) Kulturen gehemmt werden.
    Das oben genannte koennte eben auch eine Schwaeche dieser Kulturen sein, vielleicht koennen sich diese Kulturen nicht gegen die ungerechtfertigte Einwirkung westlicher/dominanter Kulturen wehren, und werden daher unterdrueckt.
    Dann funktionieren sie eben auch in einer theoretischen, kooperativen Welt, aber jeder egoistische Einfluss von aussen stoert sie, und genau daran koennten sie ausgehend, von der aktuellen realen Situation, scheitern.

    Zusammengefasst: Eine Gesellschaft funktioniert glaube ich dann, wenn sie wo auch immer moeglich kooperatives Zusammenleben sucht, und trotzdem in einzelnen Faellen, wo es noetig wird, regelnd einschreitet, um die freie Gesellschaft vor einzelnen Egoisten zu schuetzen.
    Ob dieses gesellschaftliche Regelwerk und dessen Durchsetzung von Maennern oder Frauen verwaltet wird, ist meines Erachtens irrelevant, wichtig ist nur, dass diejenigen, die diese Aufgabe uebernehmen, im Dienst der Allgemeinheit stehen und die Interessen der freien Gesellschaft verfolgen, und nicht die eigenen Interessen oder die irgendwelcher Lobbies.

    • Danke, das Kompliment, das ich es mir einfach mache, gebe ich dir postwendend zurück. Natürlich gibt es auch dominante Frauen. Aber du beachtest überhaupt nicht, in welchem Verhältnis sie zu Männern stehen. Zum einen gibt es in Wirtschaft und Politik nach wie vor mehr Männer als Frauen in den wichtigsten und somit auch mächtigsten Positionen. Zum anderen denken und handeln diese wenigen Frauen auch wie Männer. Sonst würden so weit gar nicht kommen. Sie sind also eine Elite, von denen andere Frauen absolut nichts haben.

      Außerdem kommst du gar nicht auf die Idee, dass andere Kulturen gar keinen Kontakt zu unserer WOLLEN. Und das ist leicht nachvollziehbar, wenn unsere Kultur die ihre arrogant, als rückständig bezeichnet, nur weil sie keine technischen Geräte produzieren. Dass Technik kein Ausdruck von Kultur ist, kapiert unsere arrogante westliche Kultur nicht, obwohl sie mehr zerstört als nützt.

      Ich hab dir schon mal gesagt, dass mir deine oberflächliche Polemik auf den Senkel geht, und an demselben Punkt sind wir jetzt wieder. Dafür ist mir aber meine Zeit zu schade. Ergo, basta cosi.

      • Was genau war denn an meinem Kommentar oberflaechliche Polemik?

        Aus irgendeinem Grund verarbeitest du jeden meiner Kommentare zurueck in ein Mann/Frau-Problem, obwohl ich genau davon wegkommen wollte. Mein Kommentar hat doch generell von Dominanz gehandelt, hat erklaert, wo und warum es manchmal Dominanz bzw. Machtausuebung gibt, und hat behauptet, dass das Geschlecht von Machtausuebenden irrelevant waere, wenn diese einen entsprechend guten Charakter haetten, weil die dann eben entsprechend fair handeln wuerden.

        Ich glaube auch, dass unsere Gesellschaft sehr viel falsch macht, aber ich muss auch zugeben, dass ich nicht fuer alles, was kritikwuerdig ist (wie z.B. das grundsaetzliche Vorhandensein von Machtstrukturen) eine bessere Loesung kenne, daher halte ich mich da etwas zurueck, diese Kultur in jeder Hinsicht als bloed zu bezeichnen.

        Auch in unserer Kultur gibt es Menschen, die andere Lebensideale haben als die meisten anderen. Immerhin leben sowohl du als auch ich in dieser Kultur und nutzen das, was sie hervorgebracht hat, sehr intensiv.
        Offensichtlich haben wir also irgendeinen Grund, die Vorteile dieser Kultur als schwerwiegender anzusehen als die Nachteile – was natuerlich kein Grund ist, mit der Kritik aufzuhoeren.

        Ich will nur weg von dem Schwarz/Weiss-Denken: In unserer Kultur waere alles schlecht, und in anderen alles ganz wunderbar. Andere Kulturen haben eben auch ihre Schwaechen. Wuenschenswert waere, die Vorteile ohne die Nachteile zu vereinen. Und dafuer hilft es ueberhaupt nicht, wenn Maenner und Frauen aufeinander (verbal) einschlagen, und sich gegenseitig vorwerfen, wer wann was falsch gemacht haette.
        Ich glaube immer noch, dass einige wenige Menschen – sowohl Maenner als auch Frauen – die noetige Intelligenz und den passenden Charakter haben, um eine solche Kultur zu erreichen. Das Mann/Frau-Problem, an dem der Rest der Welt scheitert, ist nur eine Folge dessen, dass es den meisten anderen eben an Intelligenz und Charakter mangelt.

      • 1. Aus irgendeinem Grund verarbeitest du jeden meiner Kommentare zurueck in ein Mann/Frau-Problem, obwohl ich genau davon wegkommen wollte.

        2. und hat behauptet, dass das Geschlecht von Machtausuebenden irrelevant waere, wenn diese einen entsprechend guten Charakter haetten, weil die dann eben entsprechend fair handeln wuerden.

        1. Wenn du davon weg willst, dann mach es. Ich folge dir nicht, so lange es eine weibliche Wirklichkeit IN einer von Männern dominierten Gesellschaft gibt.
        Weibliche Wirklichkeit – Frauen in der Männerwelt
        So lange gefordert werden muss, dass Männer bereit sein müssen die Welt zu teilen im Sinne von Gleichberechtigung. Bzw. die weibliche Wirklichkeit zu akzeptieren.
        Welt teilen
        2. Und es interessiert mich ehrlich gesagt einen Scheißdreck, ob Frau/Mann mit einem guten Charakter Macht fairer anwenden würde, weil ich jede Form von Machtausübung über andere ablehne. Und mit WENN WÄRE WÜRDE einen polemischen Diskurs zu führen, ist für mich vergeudete Zeit.

  3. Natürlich hat Lucia recht: wir Männer können uns noch so sehr aufführen wie ein Vogel Strauss, letzten Endes ist es die Frau, die bestimmt ob sie einen haben will oder nicht.

    • Das bezweifelt auch niemand, oder? Wobei das mit umgekehrtem Vorzeichen ja auch nicht viel anders ist, es kommt ja auch vor, dass eine Frau sich einen Mann aussucht, der nicht an ihr interessiert ist, daraus wird dann eben auch nichts.
      Ich glaube sogar, dass Frauen nahezu immer die treibende Kraft hinter dem Entstehen einer Beziehung sind, womit allerdings auch eher verwunderlich ist, dass sich fast alle Frauen beim Zustandekommen des ersten Kontakts sehr passiv verhalten, und sich nur sehr indirekt interessant zu machen versuchen. Eine direktere Vorgehensweise waere viel effektiver.

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